Jahresarbeitsentgeltgrenze

Wir hoch ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), bzw. die Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2020 und 2019 und wo liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung bzw. Rentenversicherung?



 Jahresarbeitsentgeltgrenzen

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Die Jahresarbeitsentgeltgrenze hat eine andere Bedeutung als die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung. Während sich die Sozialversicherungsbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhöhen, bestimmt sich nach der Jahresarbeitsentgeltgrenze, ob Angestellte in die private Krankenversicherung wechseln dürfen. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze - abgekürzt JAEG oder Jahresentgeltgrenze - wird daher auch Krankenversicherungspflichtgrenze genannt. Jahresarbeitsentgeltgrenzen und Beitragsbemessungsgrenze lassen sich mit dem Rechner auf dieser Seite tabellarisch ausgeben. Zusätzlich kann ein Lohnrechner genutzt werden, um die Sozialabgaben zu berechnen. Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr.

Jahr BBG KV West BBG KV OSt BBG RV West BBG RV Ost  JAEG  
2020 56.250,00 Euro 56.250,00 Euro 82.800,00 Euro 77.400,00 Euro 62.550,00 Euro  
2019 54.450,00 Euro 54.450,00 Euro 80.400,00 Euro 73.800,00 Euro 60.750,00 Euro  
2018 53.100,00 Euro 53.100,00 Euro 78.000,00 Euro 69.600,00 Euro 59.400,00 Euro  


   

Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze in 2019

In 2019 beträgt die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 60.750 Euro und in 2018 lag diese bei 59.400 Euro. Wer in die private Krankenversicherung wechseln möchte, muss mit dem Jahresentgelt auch weiterhin im folgenden Jahr die Krankenversicherungspflichtgrenze überschreiten. Im Jahr 2019 können sich somit nur die Arbeitnehmer privat versichern, welche schon 2018 mit dem Jahresentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übertroffen hatten.

Während die Jahresarbeitsentgeltgrenze vor 2011 noch in 3 aufeinanderfolgenden Jahren überschritten werden musste, muss das Gehalt eines Angestellten ab 2011 die Jahresarbeitsentgeltgrenze nur noch für ein Jahr überschreiten.



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Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze - auch Pflichtgrenze genannt - gilt nur für Arbeitnehmer, welche schon am 31.12.2002 die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten hatten und zu diesem Zeitpunkt bereits in einer privaten Krankenversicherung krankenversichert waren. Sie beträgt in 2018 53.100 Euro und in 2019 54.450 Euro.

   

Jahresarbeitsentgeltgrenzenprüfung

Die Krankenversicherungspflicht für Angestellte wird durch den Arbeitgeber mit Hilfe der Jahresarbeitsentgeltgrenze geprüft und für die Gehaltsabrechnung gegebenenfalls entsprechend geschlüsselt. Eine Prüfung erfolgt bei Beginn des Arbeitsverhältnisses, bei Gehaltserhöhungen oder -Minderungen sowie bei der jährlichen Veränderung der Jahresarbeitsentgeltgrenze.



   

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze in 2018 bzw. 2019?

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung für 2019 (2018) beträgt 54.450 Euro (53.100 Euro) jährlich. Für besser verdienende Arbeitnehmer bzw. auch den Arbeitgeber erhöhen sich damit die Kosten für die Sozialabgaben entsprechend.

Übersteigt das Bruttogehalt die Beitragsbemessungsgrenze, erhöhen sich die Krankenversicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der gesetzlichen Pflegeversicherung ab dieser Bemessungsgrenze grundsätzlich nicht mehr. Wie zu sehen ist, liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze. Für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur Arbeitslosenversicherung gilt eine andere Bemessungsgrenze.



   

Was muss bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung bedacht werden?

Falls wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze ein Wechsel in die private Krankenversicherung in Betracht kommt, sollten möglichst zeitnah Informationen über die Konditionen und Leistungen von unterschiedlichen privaten Krankenkassen eingeholt werden und alle weiteren Voraussetzungen für einen Wechsel geprüft werden. Auch sollte überlegt werden, ob eine freiwillige Krankenversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse vorteilhafter ist.



   




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